Kaufberatung · Gaming-PCs
Grafikkarten-Preise 2026: Warum die Bestpreise inzwischen über der UVP stehen
AI-Rechenzentren kaufen den Speicher weg, der Marktforscher IDC meldet 20,1 Prozent weniger PC-Absatz, und in der ComputerBase-Preisübersicht steht inzwischen kein Modell mehr unterhalb der UVP. Ubrig bleibt die Timing-Frage: jetzt zugreifen oder warten.
Das Wichtigste
- In der ComputerBase-Preisübersicht vom 2.10.2026 steht kein geführtes Modell mehr unter der UVP; die RTX 5070 kostet 799 EUR statt 589 EUR UVP, die RTX 5070 Ti 1.200 EUR statt 879 EUR (Stand 02.10.2026).
- IDC meldet für Q3/2026 weltweit 62,7 statt 78,5 Millionen ausgelieferte PCs, ein Minus von 20,1 Prozent, und erwartet weiter erhöhte Preise.
- Haupttreiber ist der Speicher: Preise bis zu 500 Prozent im Plus, Micron hat seine Consumer-Marke Crucial Ende 2025 beendet, AI-Datacenter absorbieren die Produktion.
- Wer die Leistung jetzt braucht, kauft die Klasse, die die Titel verlangen; Warten trägt ein Risiko in Richtung der IDC-Einschätzung.
UVP gegen Bestpreis: die Tabelle Stand 02.10.2026
| Modell | UVP | Bestpreis 08.05.2026 | Bestpreis 02.10.2026 |
|---|---|---|---|
| RX 7600 | 299 EUR | 250 EUR | 304 EUR |
| RX 9060 XT 16 GB | 369 EUR | 389 EUR | 439 EUR |
| RTX 5060 | 319 EUR | 289 EUR | 430 EUR |
| RTX 5070 | 589 EUR | 568 EUR | 799 EUR |
| RTX 5070 Ti | 879 EUR | 889 EUR | 1.200 EUR |
| Arc B580 | ~300 EUR | 243 EUR | 334 EUR |
Der Blick auf die zwei Stichtage zeigt die Richtung: Was im Mai teils knapp unter der UVP lag, kostet im Oktober deutlich mehr.
Warum die Preise steigen: Speicherkrise statt Nachfrage
Der Markt dreht nicht wegen der Nachfrage, sondern wegen des Angebots. IDC zählte im dritten Quartal 2026 weltweit 62,7 Millionen ausgelieferte PCs nach 78,5 Millionen ein Jahr zuvor, wie PC Gamer berichtet; Tom's Hardware beziffert das Minus auf 15,8 Millionen Geräte, allein 11,6 Millionen davon bei den drei größten Anbietern. Der eigentliche Treiber sitzt im Speicher: Preise bis zu 500 Prozent im Plus, AI-Datacenter kaufen die Riegel leer, und Micron hat seine Consumer-Marke Crucial Ende 2025 beendet. IDC erwartet, dass die Preise erhöht bleiben – das ist eine Einschätzung, keine Garantie.
Was das für Aufrüster heißt: GPU, RAM, SSD, Sockel
Bei der Grafikkarte entscheidet die Klasse, nicht der Termin: Aktuelle Titel ziehen die Latte an – der ComputerBase-Benchmark zu Gears of War: E-Day spricht von vorausgesetzter High-End-Hardware. Beim Arbeitsspeicher dreht sich die Logik: Gigabyte meldet für Anfang 2027 neue Intel-CPUs auf dem alten Sockel LGA1700 mit B760- und H610-Boards, weil DDR4 in der Memory-Krise wieder nachgefragt wird. Wer Speicher nachrüstet, prüft vorher die nötige Menge im Ratgeber RAM für den Gaming-PC; wer regelmäßig gegen die Grenze von 8 GB Grafikspeicher läuft, erkennt das an den Symptomen im Beitrag wenn der VRAM voll läuft. Die Teileliste für Selbstbauer steht bei den Gaming-PC-Komponenten.
Jetzt kaufen oder warten: drei Szenarien
Szenario eins: Die Karte ist heute das Bottleneck, neue Spiele ruckeln bereits. Entscheidend ist die Klasse, die Display und Titel verlangen – Full-HD-Aufrüster bleiben laut Tabelle bei 304 bis 439 EUR stehen (RX 7600 bis RX 9060 XT 16 GB, Stand 02.10.2026), für WQHD beginnt die Liste bei 589 EUR mit der RX 9070 GRE, die RTX 5070 folgt mit 799 EUR (Stand 02.10.2026). Szenario zwei: Der Rechner trägt die aktuellen Titel noch. Dann ist Warten eine bewusste Wahl mit kalkuliertem Risiko, denn die IDC-Einschätzung heißt erhöhte Preise, nicht baldige Besserung. Szenario drei: Die Leistung soll jetzt her, das Budget ist knapp – dann ist die Finanzierung über mehrere Monate ein normaler Weg, wie ihn der Ratenkauf-Ratgeber beschreibt. Die Klasseneinteilung ist eine redaktionelle Abwägung aus Preis- und Anforderungstabelle, keine Herstellerangabe.
Pragmatische Einordnung
Kaufen ist in diesem Markt kein Glücksspiel, wenn Reihenfolge und Klasse stehen: Erst mit der Teileliste das echte Bottleneck bestimmen, dann die Klasse aus der Preisübersicht wählen, dann zugreifen, sobald die Zielklasse dort gut gelistet ist. Die Gesamtkosten des Projekts ordnet der Beitrag Gaming-PC-Kosten.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen: Grafikkarten- und Teilepreise 2026
Steigen die Grafikkarten-Preise 2026 weiter?
Das ist die wahrscheinlichste Richtung: IDC erwartet, dass die Preise erhöht bleiben, wie PC Gamer berichtet. Eine bezifferte Preisprognose für 2027 nennen die Meldungen nicht.
Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine neue Grafikkarte?
Wer die Leistung heute braucht, kauft am besten die Klasse, die Display und Titel verlangen: Die ComputerBase-Tabelle nennt Stand 02.10.2026 304 bis 439 EUR für die Full-HD-Klasse und 589 bis 799 EUR für WQHD-Karten. Wer warten kann, setzt auf die gegenteilige Hoffnung – die IDC-Einschätzung stützt sie nicht.
Warum ist RAM plötzlich so teuer?
AI-Rechenzentren absorbieren den Speicher; Tom's Hardware meldet Preissteigerungen bis 500 Prozent und verweist darauf, dass Micron seine Consumer-Marke Crucial Ende 2025 beendet hat. Gigabyte meldet zudem, dass DDR4 dadurch wieder gefragter wird.
Quellen
- unabhängige Rangliste mit Preisdatenbank mit Stand 2.10.2026 ComputerBase: Grafikkarten-Rangliste mit Preisübersicht
- Fachmedium (EN) mit Stand 9.10.2026 PC Gamer: IDC-Zahlen zum PC-Absatz Q3/2026
- Fachmedium (EN) mit Stand 9.10.2026 Tom's Hardware: IDC-Absatzminus in Einheiten und Speicherpreise
- Fachmedium (EN) mit Stand 9.10.2026 PC Gamer: Gigabytes Sockel- und DDR4-Signal
- unabhängiger Benchmark-Test mit Stand 1.10.2026 ComputerBase: Benchmark Gears of War: E-Day